Krebs – Freund oder Feind … Teil 1

wir schreiben das Jahr 2010 …  genauer gesagt Dezember 2010 … der TV lief … ein Bericht in einem Promimagazin … „heute starb die Gräfin von Bismarck 39jährig an schwarzem Hautkrebs“ … pfff … auf einmal fuhr eine riesen Angst durch meinen Körper … es äußerte sich in zittern … hatte nämlich seit geraumer Zeit auf meinem rechten Bein ganz unten ein Muttermal … es wurde immer größer … in letzter Zeit blutete es auch immer wieder … nicht so toll … na ja …

so … auf zum PC … befragen wir Dr. Google … was soll ich sagen … es sah genauso aus … leider … also musste ich handeln … machte mir bei Dr. W einen Termin aus … wieso W … er ist ein plastischer Chirurg … wollte natürlich eine schöne Narbe … dass es keine wurde, war eine andere Geschichte …

Termin 13.2.2011 … eine relativ lange Zeitspanne danach…

auf in den 19. Bezirk … in der Ordi angekommen fragte mich Dr. W ob ich schon beim Hautarzt gewesen sei … ich „natürlich nicht“ … also auf zum Hautarzt … nur die Stiegen hinauf im gleichen Haus … Hautarzt Diagnose „traumatisiert“ – gehört sofort weg … so … Anruf bei Dr. W … Termin für OP … 2.4.2011 …

war sehr aufgeregt an diesem Tag … vor lauter Aufregung stieg mein Blutdruck natürlich enorm … die OP Schwester wollte mir gut zureden … doch es funktionierte nicht so ganz … Dr. W operierte …

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durfte gleich danach wieder heim … Schmerzen gabs Gott sei Dank keine … jetzt begann die Zeit des Wartens … Thema Diagnose … 14 Tage … lange Tage … pffff … noch dazu – die Wunde heilte nicht … für mich das nächste Anzeichen …

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2 Wochen später … kein Arzt in der Ordi zugegen … Nähte wurden entfernt … Wunde noch nicht verheilt … ging ohne Diagnose wieder heim … Anruf kurz vor Ostern … die Schwester wusste natürlich schon den Ausgang – doch nur ein Arzt durfte mir diese mitteilen … sie redete mir am Telefon immer gut zu … nächster Termin 19.4.2011 … meine Mutter kam mit … bzw. konnte noch nicht Auto fahren … zwecks der Bewegung am Bein …

In der Ordi angekommen … 3 Ärzte kamen auf mich zu … Dr. W nicht dabei … wie die 3 vor mir standen … wusste ich schon Bescheid … Tränen schossen mir schon aus den Augen … Dr. B war derjenige der das Wort übernahm und mir die Diagnose mitteilte … er machte dies genial … dafür danke ich ihm heute noch … denn man kann mit schlecht gewählten Worten sehr viel anstellen … 5 Mal erzählte er mir das gleiche … doch ich war komplett woanders … die Schwester sagte immer nur „sie wusste es!“ … dann kam Dr. W … er verstand es gar nicht, dass ich weinte … und sagte „wieso heult ma do jetzt“ … ich „ähm sorry, doch mir sind die Nerven durchgegangen“ … die Schwester wieder „sie wusste es!“ … Dr. B überwies mich an seine Frau in der Dermatologie/Rudolfsstiftung … ich: „halte nichts von Chemo“ – er: „muss ja nicht sein“ … reden sie mit meiner Frau … ok …

Jetzt noch meine Mutter … sie wartete draußen … pfff … Brief mit Diagnose in der Hand … weinend … hielt ich ihr den Brief entgegen … sie „was ist los?“ … ich „lies“ … dann wechselten die Fronten … ich wieder stabil … meine Mutter außer sich … Dr. W zwickte mich nun in die Wange „jetzt lacht sie wieder – schön“ … meine Mutter befragte ganz aufgeregt Dr. B … doch dieser merkte Patientin stabil … Angehörige instabil … erklärte ihr kurz die Sachlage und zog sich dann zurück …

so … jetzt standen wir beide da … eigentlich keiner von uns fähig Auto zu fahren … meine Mutter lenkte uns in Richtung eines Cafes … doch wir kamen nirgends an … irgendwann waren wir in Klosterneuburg … dort wo ich auch als Kind aufwuchs … mit meinen Großeltern … direkt an der Donau … wir stiegen aus dem Auto … gingen zu dem Haus, was meine Großeltern damals ihr Eigen nannten … dann Richtung See (Ausläufer der Donau) und auf einmal sah ich meine Zille … sie musste ungefähr 40 Jahre alt gewesen sein … mich durchfuhr ein Schauer … da ich wie ihr schon wisst, nicht an Zufälle glaube … sondern es fiel mir zu … nur wusste ich noch nicht was … einfach eine Begebenheit …

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Fortsetzung folgt

erschienen in meiner Kolumne der NÖN Baden

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